Notstrom · Baustrom · Ersatzstrom

Stromerzeuger mieten oder kaufen: Einsatz, Arten und Auswahl

Sie möchten einen Stromerzeuger mieten oder kaufen und wissen schon, was Sie benötigen?

Vier verschiedene Stromerzeuger auf einem Übersichtsbild
3 bis 2.000 kVA
Leistungsbereich der Aggregate von der Baustelle bis zur Containeranlage
ab 30 Euro/Tag
Mietpreis für ein 3-kVA-Aggregat laut Preisübersicht
Lieferung am selben Tag
möglich, wenn passende Anlagen in der Nähe vorrätig sind
Diesel, Gas, Benzin
sowie Brennstoffzelle, Photovoltaik und Zapfwellen-Generatoren

Ob auf der Baustelle, im Rechenzentrum oder im Fall einer Krise: Wer schnell elektrische Energie benötigt, kann einen Stromerzeuger mieten. Die Anlagen lassen sich in Kürze zum Einsatzort liefern und dort autark in Betrieb nehmen. Neben kleinen Inverter-Geräten, leistungsstarken Diesel-Aggregaten oder Zapfwellen-Generatoren für den landwirtschaftlichen Bereich stehen dabei zahlreiche Arten von Stromerzeugern zum Mieten bereit. Doch was zeichnet diese aus? Wann sollten Interessenten welchen Stromerzeuger mieten und was ist bei Auslegung und Betrieb zu beachten? Wir geben einen Überblick und Antworten auf die wichtigsten Fragen zu mobilen Stromaggregaten für die Vermietung oder den Verkauf.

Notstrom, Baustrom oder Ersatzstrom: Gründe zum Stromerzeuger Mieten

Experten sind sich einig: Ohne massiven Ausbau der Energie-Infrastruktur könnte es zukünftig schwierig werden, Lastspitzen im Stromnetz abzudecken. Die Folge sind Schwankungen und Stromausfälle, die in vielen Bereichen zu ernsten Problemen führen. So zum Beispiel in der Industrie, auf dem Bau oder im Büro, wo ohne Strom nichts mehr läuft. Fällt die Energieversorgung in Krankenhäusern oder Heimen aus, stehen sogar Menschenleben auf dem Spiel. Denn hier ermöglicht elektrische Energie den Betrieb wichtiger medizinischer Gerätschaften. Aber nicht nur das: Auch Heizungswärme und Wasser gibt es häufig nicht mehr, wenn der Strom ausfällt. Während Heizungsanlagen auf eine elektrische Regelung und Steuerung angewiesen sind, arbeiten auch Trinkwasserversorgungsanlagen in größeren Gebäuden und Wasserwerke häufig mit einer Druckerhöhungsanlage.

Zuverlässige Stromversorgung unabhängig von öffentlichen Netzen sicherstellen

Ganz gleich, ob es um lebensbedrohliche Zustände, Krisen, den Betrieb von Baustellen oder die Versorgung elektrischer Anlagen in Büros geht: Indem Betreiber einen Stromerzeuger mieten, stellen sie eine zuverlässige Stromversorgung sicher – und zwar unabhängig von öffentlichen Netzen. Gründe für den Kauf oder die Anmietung der Geräte gibt es dabei viele, wie die folgende Übersicht zeigt:

  • Events und Veranstaltungen im Freien oder in Zelten ohne Anschluss an das Stromnetz
  • mobile Stromversorgung auf Baustellen oder von Einrichtungen fernab vom Stromnetz
  • Überbrückung von Stromausfällen durch geplante Bau- oder Modernisierungsarbeiten
  • Stromversorgung von Industrie, Betrieben, Büros, Kommunen oder Gemeinden bei Schwankungen im Netz
  • Versorgung mit elektrischer Energie in Not- und Krisenfällen oder bei schweren Unfällen

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Einsatzbereiche der Aggregate: Hier lohnt sich ein Stromerzeuger zum Mieten

Wie oben bereits angesprochen, kommen Stromerzeuger zum Mieten in unterschiedlichsten Branchen und Bereichen zum Einsatz. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

Einsatzbereich der Stromerzeuger zum Mieten Beschreibung
Wasserwerke Wasserwerke pumpen Trinkwasser aus der Tiefe nach oben. Sie erhöhen den Druck der Flüssigkeit und stellen sicher, dass alle Verbraucher Wasser bekommen. Fällt der Strom aus, sinkt der Druck unverzüglich ab und die Wasserversorgung bricht zusammen. Mit einem Stromerzeuger zum Mieten lässt sich der Umstand ausgleichen und die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser unter allen Umständen sicherstellen.
Wärmenetze (Nah- und Fernwärme) Ein Wärmenetz für Nah- oder Fernwärme verbindet viele Verbraucher mit einem oder wenigen Wärmeerzeugern. Fällt bei diesem der Strom aus, sind alle Anschlussnehmer ohne Wärme. Denn dann funktioniert weder die Wärmeerzeugung (Verbrennung, Steuerung, Regelung) noch die Wärmeverteilung (Pumpen, Steuerung und Regelung). Mobile Stromaggregate, die bei Bedarf schnell im Einsatz sind, sorgen hier für Abhilfe.
Mobilfunknetz Kommt es zu einem Stromausfall, haben auch Sendemasten für das Mobilfunknetz keine Energie mehr. Um diese unter allen Umständen zu betreiben, statten Anbieter die Anlagen in der Regel mit leistungsstarken Akkumulatoren aus. Bei längeren Blackouts oder Bauarbeiten können sie darüber hinaus mobile Stromerzeuger mieten.
Baustellen Ob Bohrhammer, Baustellenüberwachung oder große Baumaschine, ohne Strom geht auf Baustellen heute nichts mehr. Steht die elektrische Energie vorübergehend oder grundsätzlich nicht zur Verfügung, können Baubetriebe einen Stromerzeuger mieten. Bei häufig wechselnden Einsatzbereichen profitieren sie dabei von einer passgenauen Auslegung und einer hohen Energieeffizienz.
Veranstaltungen Findet die nächste Firmenfeier im Freien statt? Wird das Vereinsgelände zur Festmeile oder planen Veranstalter ein Festival auf der grünen Wiese? In all diesen Fällen sorgen mobile Stromaggregate zum Ausleihen zuverlässig für elektrische Energie. Moderne Geräte arbeiten dabei nicht nur effizient und sparsam, sie sind auf Wunsch auch besonders leise, um die Gäste der Veranstaltung nicht zu stören. Wichtig ist das vor allem dann, wenn Veranstalter die Stromversorgung für Hochzeitsfeiern, Galaevents oder andere hochkarätige Veranstaltungen planen. Für Events kann ebenfalls die Miete von Heizmobile oder Kühlcontainern relevant sein.
Parkplatzbeleuchtung Fällt die Beleuchtung auf großen Parkplätzen aus oder ist diese bei vorübergehend angelegten Parkplätzen zu schaffen, können Betreiber ebenfalls einen Stromerzeuger mieten. Alternativ kommen hier auch mobile Lichtmaste zum Einsatz, die selbst mit Generator oder Solarmodulen ausgestattet sind.
Büros Ohne elektrische Energie stehen auch im Büro alle Arbeiten still. Denn ohne Computer und Telefone lassen sich die meisten Aufgaben heute nicht mehr erledigen. Drohen Schwankungen oder Ausfälle in der Stromversorgung den Betrieb in Büros der freien Wirtschaft, in Kommunen oder Gemeindeverwaltungen zu stören, sorgen Stromaggregate für Abhilfe.
Museen Museen beherbergen wertvolle Kunstgegenstände und seltene Artefakte. Um diese zu erhalten, bestehen hohe Anforderungen an Temperatur und Feuchte im Ausstellungsbereich. Fällt der Strom aus, lassen sich diese jedoch nicht mehr sicherstellen und die Ausstellungsstücke könnten Schaden nehmen. Um das zu verhindern, können Betreiber von Museen Stromaggregate ausleihen.
Industrieanlagen Genau wie in Büros stehen auch in Industrieanlagen alle Maschinen still, wenn kein Strom mehr fließt. Mit einem passgenau ausgelegten Stromaggregat zum Verleihen beugen Betreiber Ausfällen, finanziellen Einbußen und hohen Vertragsstrafen vor.
Landwirtschaft Auch in der Landwirtschaft ist die Versorgung mit elektrischer Energie unerlässlich. Denn sie ermöglicht den Betrieb von Anlagen und Maschinen. Steht Strom vorübergehend oder grundsätzlich nicht zur Verfügung, können Landwirte mobile Verbrenner-Aggregate oder Zapfwellenstromerzeuger mieten.
Feuerwehren Feuerwehrautos sind häufig mit mobilen Generatoren ausgestattet, um bei Einsätzen selbst Strom erzeugen zu können. Sind die Generatoren defekt, zur Wartung oder schlichtweg nicht leistungsstark genug, sorgen auch hier mobile Mietgeräte für Abhilfe.
Polizeieinsätze Suchaktionen und Großeinsätze erfordern häufig ein Großaufgebot der Polizei. Wichtig ist dabei auch die Versorgung mit elektrischer Energie für Beleuchtung, Kommunikation und mobile Einsatzzentralen. Mietanbieter stellen die passenden Stromaggregate dabei in Kürze zur Verfügung.
Krankenhäuser und Pflegeheime In Krankenhäusern und Pflegeheimen ist elektrische Energie überlebenswichtig. Einmal, da sie den Betrieb medizinischer Geräte ermöglicht, zum anderen aber auch für Licht, Heizung und Lüftung, ohne die viele Arbeiten wie Operationen nicht möglich wären. Mit einer Notstromversorgung sichern Krankenhäuser und Heime die elektrische Energieversorgung ab. Alternativ zu mobilen Aggregaten kommen dabei häufig jedoch fest installierte Kraftwerke zum Einsatz, die nach kurzer Zeit automatisch in Betrieb gehen.
Serverzentren Fällt der Strom nur wenige Sekunden aus, kann das in Rechen- und Serverzentren bereits zu Datenverlusten und hohen Schäden führen. Um das zu verhindern, kommen hier meist unterbrechungsfreie Stromversorgungen zum Einsatz. Diese nehmen ihren Betrieb bei Spannungsschwankungen und Stromausfällen in kürzester Zeit auf und lassen sich bei längeren Ausfällen von Stromaggregaten zum Ausleihen unterstützen. Bei einem mobilen Rechenzentrum ist es etwas unkritische, da diese Dank integrierter USV mit NEA bis zu 24 Stunden ohne Notstrom auskommen, danach sind sie ebenfalls abgängig von einem gemieteten Aggregat.
Krisen- und Katastrophengebiete Hochwasser, Erdrutsch oder schwere Unfälle: In all diesen Fällen steht elektrische Energie häufig nicht mehr zur Verfügung. Um Betroffene, Helfer und Retter dennoch zuverlässig versorgen zu können, lassen sich kleine Stromnetze mit mietbaren Aggregaten installieren. Diese stehen schnell zur Verfügung und sorgen für maximale Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung.
Notunterkünfte und Wärmestuben Mit zunehmender Unsicherheit der öffentlichen Stromversorgung richten immer mehr Gemeinden und Kommunen Notunterkünfte sowie Wärmestuben ein. Dabei handelt es sich um große Räume in Turnhallen, Gemeindezentren oder Feuerwehren, die bei längeren Blackouts zum Zufluchtsort für die Bevölkerung werden. Stromerzeuger zum Mieten sorgen dabei für elektrische Energie, um Heizungen zu betreiben, Gebäude zu beleuchten und Smartphones zu laden.

Geht es um die Stromversorgung von Krisengebieten, Baustellen oder Veranstaltungen, sind die Aggregate immer individuell zu dimensionieren.

Anders verhält es sich, wenn die Anlagen als flexible Absicherung für Stör- und Ausfälle zum Einsatz kommen – etwa für Büros, Wasserwerke, Wärmenetze, Betriebe, Mobilfunkmasten oder Notunterkünfte und Wärmestuben.

In all diesen Bereichen ist es ratsam, die Anlagen bereits vor dem eigentlichen Bedarf auslegen und entsprechende Aufstell- und Anschlusspunkte vorbereiten zu lassen. Das sorgt zwar anfänglich für etwas höhere Kosten, spart im Ernstfall aber wertvolle Zeit.

Grauer Stromerzeuger auf einem Fahrgestell in Betrieb auf einem Parkplatz neben einem Gebäude
Unser Tipp:

Noch schneller geht es, wenn Interessenten den Noteinsatz der Stromerzeuger zum Mieten schon vor dem eigentlichen Bedarfsfall mit dem Anbieter besprechen. Sie können die Aggregate dann reservieren und sicherstellen, dass sie im Ernstfall verfügbar und schnell im Einsatz sind. Ohne entsprechende Vorbereitung und Reservierung kann es bei hoher Nachfrage zu empfindlichen Verzögerungen kommen.

Stromerzeuger mieten: In vielen Fällen sinnvoller als Kauf eigener Anlagen

Wer sich für ein mobiles Stromaggregat interessiert, kann dieses kaufen oder für einen befristeten Zeitraum ausleihen. Das Stromerzeuger Mieten ist dabei in vielen Fällen die sinnvollere Lösung. Denn:

  • Interessenten bekommen die Geräte in der Regel sehr schnell zum Einsatzort geliefert
  • maximale Flexibilität bei verschiedenen Einsatzfällen durch große Produktauswahl
  • Stromerzeuger zum Mieten sind gut gewartet, effizient und sparsam im Betrieb
  • Keine Anschaffungskosten beim Ausleihen mobiler Stromerzeuger
  • laufende Kosten hängen bei der Miete der Stromaggregate vom Bedarf ab
  • Ausgaben der Mietgeräte lassen sich sofort steuerlich als Verlust verbuchen
  • Unterstützung bei Inbetriebnahme und Betrieb ersetzt eigenes Know-How
  • Rundum-sorglos-Paket erlaubt Mietern Konzentration auf eigene Aufgaben

Die Übersicht zeigt: Indem Interessenten einen Stromerzeuger mieten, profitieren sie von vielen Vorteilen. Zu den wichtigsten gehören das einfache Handling, die zuverlässige Stromversorgung und die anhaltend hohe Liquidität. Letztere lässt sich damit begründen, dass hohe Anschaffungskosten nicht anfallen.

Stromerzeuger kaufen: Bei dauerhaften Einsätzen kann es sich lohnen

Mit der Dauer des Einsatzes steigen bei Mietanlagen die Kosten an. Übersteigen sie die Kaufpreise eines Stromerzeugers, ist die feste Anschaffung der Geräte häufig sinnvoller.

Geht es um einen wirtschaftlichen Vergleich, dürfen Interessenten aber nicht nur auf die Miet-Kosten und die Kauf-Preise achten. Vor allem bei der Festanschaffung fallen weitere Ausgaben an, durch die sich die Amortisation hinauszögern kann. Dazu gehören Kosten für Wartung, Reparatur, Lagerung, Transport und Neuanschaffung nach dem Ende der Lebenszeit.

Wichtig zu wissen:

Auch im Dauereinsatz kann es günstiger sein, einen mobilen Stromerzeuger zu mieten. Denn die Geräte binden kein Kapital. Sie erzeugen keine Wartungs- oder Reparaturkosten und müssen nach 10 bis 15 Jahren nicht neu angeschafft werden. Stehen moderne Lösungen bereit, können Interessenten diese anmieten und so durch Effizienzvorteile Geld sparen. Bei einem wirtschaftlichen Vergleich von Stromerzeugern zum Mieten und zum Kaufen ist das zu berücksichtigen.

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Verschiedene Bauarten und Einsatzfelder der mobilen Stromaggregate

Geht es um die mobile Stromversorgung, Notstrom oder Ersatzstrom, stehen verschiedene Systeme bereit. Die folgende Übersicht zeigt, welche das sind und was diese jeweils auszeichnet.

Konverter-Stromerzeuger: Einfach, robust, aber nicht für alle Verbraucher geeignet

Konverter-Stromerzeuger zum Mieten bestehen aus einem Verbrennungsmotor, der Bewegungsenergie an einen Generator überträgt. Letzterer wandelt diese anschließend in elektrische Energie um. Damit Strom mit einer Frequenz von 50 Hertz verfügbar ist, muss der Motor konstant bei 50 Umdrehungen pro Minute laufen. Das sorgt bei Schwachlast für einen erhöhten Verbrauch. Bei Lastwechseln kommt es außerdem zu Drehzahl- und Spannungsschwankungen, die sensible elektrische Geräte beschädigen können. Insgesamt sind die Geräte leistungsstark und robust, aber auch vergleichsweise laut und ungeeignet für sensible Elektronik (Computer, Smartphones, Regelungen etc.).

Sie eignen sich daher zum Beispiel für Baumaschinen, Werkzeuge, Heizstrahler und andere eher einfache Geräte.

Funktionsschema

Konverter-Stromerzeuger

  1. KraftstoffBenzin, Diesel oder Gas
  2. Verbrennungsmotorüberträgt Bewegungsenergie bei konstanter Drehzahl
  3. Generatorwandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um
  4. VerbraucherBaumaschinen, Werkzeuge und Heizstrahler
Der Motor läuft mit konstanter Drehzahl, damit Strom mit einer Frequenz von 50 Hertz zur Verfügung steht. Bei Lastwechseln entstehen dadurch Drehzahl- und Spannungsschwankungen.
Übrigens:

Durch moderne Regelbausteine ist es möglich, auch mit Konverter-Aggregaten sauberen Strom ohne größere Spannungsschwankungen zu erzeugen. Das erlaubt den flexiblen Einsatz – auch zur Versorgung sensibler Elektronik. Infrage kommen zum Beispiel Compound- oder AVR-Regelungen (Automatic Voltage Regulation).

Inverter-Stromerzeuger: Komplex, leise und für sensible Elektronik geeignet

Inverter-Stromerzeuger bestehen neben Motor und Generator auch aus einem Gleich- und einem Wechselrichter. Genau wie bei einem Konverter erzeugt die Einheit aus Motor und Generator erst einmal Wechselstrom. Ein Gleichrichter wandelt diesen daraufhin in Gleichstrom um, bevor ein Wechselrichter erneut Wechselstrom mit einer beliebigen Frequenz erzeugt. Letztere ist unabhängig von der Motordrehzahl dauerhaft konstant, was mehrere Vorteile mit sich bringt. Zum einen verbraucht der Stromerzeuger zum Mieten bei Schwachlast weniger Kraftstoff. Zum anderen ist er auch für sensible elektronische Geräte geeignet. Durch die gekapselte (umhüllte) Bauweise arbeitet der Inverter zum Mieten oder Kaufen zudem vergleichsweise leise. Er ist dafür nur in kleinen Leistungsbereichen verfügbar, lässt sich allerdings mit einer entsprechenden Regelung mit anderen verbinden, um größere Bedarfe zu decken.

Funktionsschema

Inverter-Stromerzeuger

  1. Motor und Generatorerzeugen zunächst Wechselstrom
  2. Gleichrichterwandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um
  3. Wechselrichtererzeugt Wechselstrom mit dauerhaft konstanter Frequenz
  4. Verbraucherauch sensible elektronische Geräte
Der zusätzliche Umweg über Gleich- und Wechselrichter macht die Frequenz unabhängig von der Motordrehzahl. Das senkt den Verbrauch bei Schwachlast und schont sensible Elektronik.

Zapfwellen-Generatoren: Stromerzeuger zum Mieten in der Landwirtschaft

Zapfwellen-Generatoren zum Mieten oder Kaufen verfügen über keinen eigenen Motor. Sie lassen sich an die Zapfwelle eines Traktors oder einer Zugmaschine anschließen und wandeln deren Drehbewegung in elektrische Energie um. Damit diese mit relativ konstanter Spannung verfügbar ist, gleicht eine Regelung die Drehzahlschwankungen aus. Zapfwellen-Generatoren kommen als Stromerzeuger in der Landwirtschaft zum Einsatz. Sie erfüllen hohe Leistungsansprüche, setzen dafür aber auch eine entsprechende Traktoren-Leistung voraus. Abhängig von der elektrischen Schutzart lassen sich die Anlagen dabei im Hauseinsatz (IP23) oder im Feld- bzw. Außeneinsatz (IP44 bis 55) betreiben.

Funktionsschema

Zapfwellen-Generator

  1. ZapfwelleDrehbewegung von Traktor oder Zugmaschine
  2. Generatorwandelt die Drehbewegung in elektrische Energie um
  3. Regelunggleicht Drehzahlschwankungen aus
  4. Verbraucherrelativ konstante Spannung im Haus- oder Feldeinsatz
Ein eigener Motor entfällt: Die Zugmaschine liefert die Drehbewegung, eine Regelung gleicht ihre Drehzahlschwankungen aus.

Brennstoffzellen-Generatoren: leise und energieeffizient mit kleiner Leistung

Mobile Brennstoffzellen-Stromerzeuger unterscheiden sich wesentlich von den zuvor beschriebenen Anlagen. Denn sie basieren auf einer elektrochemischen Reaktion. Dabei lassen einzelne Brennstoffzellen Wasserstoff und Sauerstoff unter kontrollierten Bedingungen miteinander reagieren. Der dabei entstehende Strom lässt sich daraufhin abgreifen und für verschiedene technische Einsätze nutzen. Wer nun denkt, ein Brennstoffzellen-Stromerzeuger zum Mieten benötigt zwingend reinen Wasserstoff, der irrt. Denn neben dem energiereichen Gas kommt zum Beispiel auch Methanol zum Einsatz. Dieses enthält ebenfalls Wasserstoff, der sich für die Reaktion nutzen lässt. Brennstoffzellen arbeiten ohne mechanische Teile oder herkömmliche Verbrennung. Sie sind flüsterleise, gelten als effizient und stoßen keine Abgase aus. Nachteilig ist die Tatsache, dass mobile Brennstoffzellen-Stromerzeuger zum Mieten oder Kaufen aktuell nur in sehr kleinen Leistungsbereichen erhältlich sind.

Funktionsschema

Brennstoffzellen-Generator

  1. Wasserstoff oder Methanolliefert den Wasserstoff für die Reaktion
  2. Brennstoffzellenlassen Wasserstoff und Sauerstoff kontrolliert reagieren
  3. Elektrische Energielässt sich direkt abgreifen und technisch nutzen
Statt einer Verbrennung läuft eine elektrochemische Reaktion ab. Der Generator arbeitet ohne mechanische Teile, flüsterleise und ohne Abgase.

Photovoltaik-Stromerzeuger: sauber, günstig und stark witterungsabhängig

Photovoltaik- oder Solarstromanlagen bestehen aus zur Sonne hin ausgerichteten Modulen mit zahlreichen Solarzellen. Letztere wandeln kostenfreie Strahlungsenergie in Gleichstrom um, der sich anschließend in Akkumulatoren bevorraten oder in Wechselstrom umwandeln lässt. Vorteil von Photovoltaikanlagen zur mobilen Stromerzeugung ist zweifelsohne die saubere, umweltfreundliche und verbrauchskostenfreie Betriebsweise. Die Anlage benötigen dafür aber auch viel Platz. Sie erzeugen eine vergleichsweise geringe Leistung und sind sehr stark von der Witterung abhängig. So sinkt der Ertrag massiv, wenn die Sonne von Wolken verdeckt oder im Winter überhaupt nur kurz zu sehen ist.

Funktionsschema

Photovoltaik-Stromerzeuger

  1. Strahlungsenergiekostenfrei, dafür stark witterungsabhängig
  2. Solarzellen im Modulwandeln die Strahlung in Gleichstrom um
  3. Speicher oder Wechselrichterbevorratet den Gleichstrom oder wandelt ihn in Wechselstrom um
  4. Verbrauchersauber und ohne Verbrauchskosten versorgt
Der Betrieb ist sauber und verbrauchskostenfrei, hängt aber unmittelbar von der Witterung ab: Verdecken Wolken die Sonne, sinkt der Ertrag deutlich.

Im Detail: Generatoren mit Schnellläufer- oder Langsamläufer-Motorentechnik

Neben der groben Einteilung in verschiedene Technologien lassen sich Verbrenner weiter unterscheiden. So gibt es die oben beschriebenen Konverter zum Beispiel in Schnellläufer- und Langsamläufer-Ausführung. Die folgende Tabelle zeigt, wo die Unterschiede liegen.

Bauart Langsamläufer Schnellläufer
Drehzahl 1.500 U/min 3.000 U/min
Eigenschaften Langsamläufer arbeiten mit geringerer Drehzahl. Sie sind in der Regel etwas größer, dafür aber leiser im Betrieb. Ihr größter Vorteil ist die hohe Langlebigkeit, die sich mit dem geringeren Verschleiß begründen lässt. Schnellläufer arbeiten mit einer höheren Motordrehzahl. Sie lassen sich dadurch kleiner dimensionieren und günstiger anbieten. Der höhere Verschleiß führt allerdings zu kürzeren Einsatzzeiten und einer stärker limitierten Lebensdauer.
Einsatzbereiche Dauereinsätze im 24-Stunden-Betrieb Vorübergehende Einsätze von vier bis zehn Stunden
Lebensdauer 10.000 bis 20.000 Stunden 3.000 bis 5.000 Stunden

Im Detail: Das richtige Startsystem der motorischen Stromerzeuger zum Mieten

Nicht nur die Drehzahl, auch die Start-Lösung lässt sich bei Konvertern und Invertern unterschiedlich ausführen. So verfügen einfache Geräte zum Beispiel über eine Reiß- oder Startleine, mit der sich die Aggregate manuell in Betrieb setzen lassen. Alternative dazu gibt es automatische Startsysteme, die sich wie ein Auto per Schlüsseldreh oder Knopfdruck starten lassen. Im direkten Vergleich warten beide dabei mit Vor- und Nachteilen auf, wie die folgende Tabelle zeigt.

Startsystem Manuell (Reißleine) Automatisch
Vorteile Aggregate lassen sich ohne Hilfsenergie starten und sind in der Regel günstiger. Der Bedienkomfort ist deutlich höher. Außerdem lassen sich Stromgeneratoren automatisch oder aus der Ferne in Betrieb nehmen.
Nachteile Der Komfort ist geringer und eine Fernsteuerung kommt nicht infrage. Das automatische Startsystem benötigt Wartung. Ist die Starterbatterie leer, steht der Stromerzeuger still. Hinzu kommen höhere Anschaffungskosten.

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Brennstoffe für Stromerzeuger zum Mieten: Von Diesel bis zu Flüssiggas

Fällt die Wahl auf einen Generator mit Verbrenner-Motor, kommt es auf den passenden Brennstoff an. Zur Wahl stehen hier neben Benzin und Diesel auch Erd- und Flüssiggas. Zudem gibt es sogenannte Dual-Fuel-Stromerzeuger zum Mieten, die für mehrere Brennstoffe geeignet sind. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften und Auswahlkriterien zum Stromerzeuger mieten oder kaufen:

Benzin:

Der flüssige Energieträger kommt in der Regel bei Generatoren mit kleiner Leistung zum Einsatz. Die Motoren sind günstiger sowie kompakter und arbeiten leiser mit einer höheren Laufruhe. Dauereinsätze lassen sich damit in der Regel jedoch nicht realisieren. Zudem sind die Verbrauchskosten durch den größeren Kraftstoffbedarf höher.

Diesel:

Schwere Dieselmotoren sind nicht nur größer, sondern auch kostenintensiver. Die höheren Ausgaben lohnen sich aber, wenn es um Einsatzzeiten und Lebensdauer geht. Denn Dieselgeneratoren, die weniger Kraftstoff verbrauchen, eignen sich für längere Laufzeiten. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es sich bei den Stromerzeugern um Netzersatzanlagen handelt, bzw. der Stromgenerator nur als redundantes Notstromaggregat zum Einsatz kommen soll.

Seit im Oktober 2006 das Biokraftstoffquotengesetz (BioKraftQuG) in Kraft getreten ist, wird Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 in Deutschland (und nahezu ganz Europa) ein Anteil von bis zu 7% Biodiesel beigemischt. Dieser Zusatz besteht in der Regel aus verschiedenen Fettsäuremethylestern („Fatty Acid Methyl Ester“ oder auch „FAME“ genannt) und hat den Nachteil, dass er nicht besonders langzeitstabil ist und sich bei längerer Lagerung in Wasser und Säuren zersetzt. Während diese Eigenschaft bei Fahrzeugen oder dauerhaft betriebenen Dieselmotoren eher zweitrangig ist, ist die Lagerfähigkeit des Brennstoffs bei Netzersatzanlagen oder nur zu Testzwecken und Wartung betriebener Notstromerzeugern ein kritischer Faktor.

In ihrer Fachinformation „Notstromversorgung in Unternehmen und Behörden“ empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Anhang 4 daher, in Notstrom- und Netzersatzanlagen ausschließlich Kraft- bzw. Brennstoffe ohne Biodiesel-Anteile zu verwenden. Für die Langzeitlagerung wird in dieser Fachinformation daher schwefelarmes Heizöl nach DIN 51603 Teil 1 empfohlen. Bitte beachten Sie dabei aber unbedingt die gesetzlichen Vorschriften zur Verwendung von Heizöl als Kraftstoff, die im nächsten Abschnitt näher beschrieben werden.

Heizöl:

Rein technisch betrachtet ließen sich viele Diesel-Stromerzeuger auch mit Heizöl (HEL) betreiben, da beide Brennstoffe chemisch grundsätzlich sehr ähnlich sind. Stromerzeuger Motoren reagieren üblicherweise nicht so empfindlich auf die chemischen Unterschiede der beiden Brennstoffe, allerdings sollte man die Stromerzeuger immer nur gemäß der Hersteller-Spezifikationen betreiben. Der höhere Schwefelgehalt des Heizöls (selbst „schwefelarm“ üblicherweise noch etwa 5x höher als bei Diesel) und die bei der Verbrennung daraus entstehenden Schwefelsäuren greifen die Motorteile an. Hinzu kommt, dass Heizöl im Vergleich zu Diesel eine geringere Cetan-Zahl aufweist. Die Cetan-Zahl beschreibt die Zündwilligkeit und das Brennverhalten eines Kraftstoffs in Selbstzündungsmotoren – je höher der Wert, desto zündwilliger der Brennstoff. Eine niedrigere Cetan-Zahl kann daher zu technischen Einschränkungen im Betrieb führen. Unsachgemäßer Einsatz kann daher durchaus zum Totalschaden am Motor führen, was jegliche Ersparnis durch günstigen Brennstoff negiert. Zudem führt der Betrieb mit Heizöl in der Regel zum Verlust der Herstellergarantie.

Aufgrund der unterschiedlichen Besteuerung von Diesel und Heizöl ist die Verwendung des günstigeren Heizöls in Stromerzeugern in Deutschland allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Nach Energiesteuergesetz (EnergieStG), § 3 Begünstigte Anlagen, Ortsfestigkeit und Nutzungsgrad gelten „ortsfeste Anlagen“ als begünstigt, wenn ihre „mechanische Energie ausschließlich der Stromerzeugung dient“. Wichtig ist in diesem Zusammenhang besonders die „Ortsfestigkeit“ des Stromgenerators, er darf nicht mobil sein und bei Betrieb mit Heizöl nicht mehr bewegt werden. Für den ordnungsgemäßen Betrieb müssen dem Heizöl in der Regel noch Additive wie Fließverbesserer oder zusätzlicher Kälteschutz beigemischt werden. Grundsätzlich sollte Heizöl frostfrei bei Temperaturen über 3 °C gelagert werden, da es sonst seine Fliessfähigkeit verliert. Für die Lagerung von Heizöl ist zudem ein doppelwandiger Tank vorgeschrieben, der ein Auslaufen des Brennstoffs und eine Verunreinigung des Bodens verhindert.

Achtung:

Informieren Sie sich im Vorfeld genau, ob der Stromerzeuger als „ortsfeste Anlage“ definiert und mit Heizöl betrieben werden darf. Verstöße sind strafbar und werden entsprechend geahndet. Verwenden Sie ausschließlich Brennstoffe die vom Hersteller oder vom Vermieter der Anlage zugelassen sind!

Gas:

Gas-Generatoren sind eine interessante Alternative zu Benzin- und Diesel-Aggregaten. Sie arbeiten in der Regel leiser und stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus. Zum Einsatz kommen Flüssig- oder Erdgas. Einige Hersteller bieten auch Gas-Generatoren für Biogas, Kohleflözgas, Schiefergas oder Bohrlochgas an. Die Energieträger stehen häufig als Neben- oder Abfallprodukt zur Verfügung und eignen sich daher für eine besonders günstige, mobile Stromerzeugung.

Wer beim Stromerzeuger Mieten auf die Umwelt achtet, kann einen teureren Gas-Generator ausleihen. Alternativ werden in Zukunft aller Voraussicht nach auch recycelte oder biologisch hergestellte flüssige Brennstoffe verfügbar sein.

Tank und Reichweite: Ein Kriterium beim Generator kaufen oder leihen

Wie lässt sich der Brennstoff bevorraten und wie lange laufen Anlagen, ohne diese erneut betanken zu müssen?

Antworten auf diese Fragen sind essenziell, wenn es um die Wahl eines geeigneten Stromgenerators geht. Diesel- und Benzin-Aggregate sind dabei meist im Vorteil. Denn diese verfügen über einen integrierten Tank, der für einige Betriebsstunden ausreicht. Kleinere Stromerzeuger lassen sich üblicherweise problemlos mit Kanistern betanken, da der integrierte Tank meistens für einen mehrstündigen Betrieb des Generators ausgelegt ist.

Ein gelber Stromerzeuger wird mit einem grünen Benzinkanister betankt

Große Gas-Stromerzeuger lassen sich in einigen Fällen sogar an das Gasnetz anschließend – vor allem bei sehr langen Einsatzzeiten kann das von Vorteil sein.

In allen anderen Fällen kommen mobile Tanks zum Einsatz. Neben transportablen Diesel- und Benzin-Tanks gibt es auch Propangasflaschen und mobile Flüssiggastanks, die lange Betriebszeiten und ein einfaches Handling ermöglichen.

Wichtig zu wissen:

Bei gewässerschädigenden Kraftstoffen wie Diesel und Benzin sind unter Umständen gewisse Umweltauflagen zu erfüllen, wenn Interessenten einen mobilen Tank aufstellen wollen. Bei Gasanlagen ist das in der Regel nicht der Fall, da diese keine gewässerschädigende Wirkung haben.

Aggregate auslegen: Die richtige Leistung der Stromerzeuger zum Mieten

Geräteart, Ausführung und Kraftstoff stehen bereits fest? Dann geht es im nächsten Schritt um die richtige Auslegung der Stromerzeuger-Leistung. Entscheidend sind hier Faktoren, wie:

  • die benötigte Spannung
  • die zu versorgenden Geräte
  • die geplante Gleichzeitigkeit
  • die Einsatzzeiten und -orte

Um das Aggregat umweltfreundlich sowie sparsam betreiben zu können, ohne Einbußen in der Zuverlässigkeit hinnehmen zu müssen, kommt es auf eine passgenaue Auslegung an. Die Leistung sollte dabei so gering wie möglich und so hoch wie nötig bemessen sein. Im Folgenden geben wir Tipps, mit denen das überschlägig funktioniert.

Wichtig zu wissen:

Für eine detaillierte Berechnung der Stromerzeuger-Leistung empfehlen wir die Unterstützung durch Anbieter der Stromaggregate.

230 oder 400 Volt: Standard- oder Starkstrom-Stromerzeuger mieten

Eine grundlegende Frage ist die nach der richtigen Spannung. Geht es um die Versorgung von Bürogeräten oder Kommunikationsanlagen? Dann genügen meist konventionelle Aggregate mit 230 Volt Ausgangsspannung. Für Baumaschinen, Industrieanlagen oder andere Großverbraucher ist das in aller Regel nicht genug. Diese setzen häufig 400 Volt Spannung voraus, weshalb Interessenten in diesem Fall einen Starkstrom-Stromerzeuger mieten müssen.

Spannung im Vergleich

230 Volt Wechselstrom oder 400 Volt Drehstrom

230 Volt

Wechselstrom, eine Phase

Genügt meist für Bürogeräte und Kommunikationsanlagen.

400 Volt

Drehstrom, drei versetzte Phasen

Voraussetzung für Baumaschinen, Industrieanlagen und andere Großverbraucher – hier ist ein Starkstrom-Stromerzeuger nötig.

Die Spannung entscheidet vor der Leistungsberechnung darüber, welche Bauart überhaupt infrage kommt.

Ohmsche Verbraucher oder induktive Verbraucher und Leistungsreserve

Die Anschlussleistung aller gleichzeitig zu versorgenden Geräte addieren und im Ergebnis die benötigte Leistung erhalten. So einfach wie sich das anhört, ist es in der Praxis oft nicht. Denn hier sind ganz verschiedene Geräte mit elektrischer Energie zu versorgen. Große Unterschiede gibt es dabei zwischen ohmschen und induktiven Verbrauchern, wie die folgende Übersicht zeigt:

Ohmsche Verbraucher

Bei ohmschen Verbrauchern handelt es sich um einfache Elektrogeräte, die Strom direkt in eine andere Energieform umwandeln. Hierzu gehören beispielsweise Heizgeräte oder Glühlampen. Diese machen sich den elektrischen Widerstand zunutze und benötigen genau so viel Leistung wie auf dem Typenschild oder dem Datenblatt angegeben ist. Die eingangs aufgestellte Formel (Summe der Einzelleistungen gleich benötigte Generator-Leistung) trifft hier also in etwa zu.

Induktive Verbraucher

Bei induktiven Verbrauchern verhält sich das etwas anders. Denn dabei handelt es sich um Antriebe wie Elektromotoren für Pumpen, Häcksler, Sägen oder andere Maschinen. Diese müssen erst einmal in Bewegung versetzt werden, was häufig mehr Energie benötigt, als die Bewegung am Laufen zu halten. Die erforderliche Leistung ist dadurch zu Beginn höher, wodurch Stromerzeuger zum Mieten mit einer entsprechenden Leistungsreserve auszustatten sind. Diese lässt sich reduzieren, wenn Generatoren mit einem Anlaufstromverstärker oder Ähnlichem ausgestattet sind.

Stromverlauf

Einschalt- und Anlaufstrom: ohmsche, Kaltleiter- und induktive Verbraucher im Vergleich

Stromaufnahme im Verhältnis zum Nennstrom

Stromaufnahme verschiedener Verbraucher nach dem Einschalten Ein Heizgerät nimmt vom Einschalten an gleichbleibend seinen Nennstrom auf. Eine Glühlampe zieht in den ersten Netzperioden etwa das Zehnfache, bei Halogenlampen über das 15-Fache des Nennstroms und fällt dann auf ihren Nennstrom zurück. Ein Drehstrom-Asynchronmotor beginnt mit einer kurzen magnetisch bedingten Spitze, hält danach über den gesamten Hochlauf einen Anlaufstrom vom 4- bis 8-Fachen des Nennstroms und fällt erst kurz vor Erreichen der Nenndrehzahl auf seinen Betriebsstrom ab. Alle drei Verbraucher laufen anschließend auf ihrem jeweiligen Nennstrom weiter. 15 × 10 × 5 × 1 ×

Zeit nach dem Einschalten, nicht maßstäblich

  1. Erste Netzperioden – rund 20 bis 100 Millisekunden. In dieser Zeit treten die magnetisch bedingte Stromspitze des Motors und der Stromstoß der Kaltleiter auf.
  2. Hochlauf bis zur Nenndrehzahl – je nach Motorgröße, Schwungmasse und Last Sekundenbruchteile bis mehrere Sekunden. Der Anlaufstrom bleibt währenddessen nahezu unverändert hoch.
  3. Dauerbetrieb – jeder Verbraucher nimmt den Strom auf, der seiner tatsächlichen Last entspricht.
  • Ohmscher Verbraucher: Heizgerät – Radiatoren, Elektroherde und vergleichbare Heizelemente nehmen vom ersten Moment an ihren Nennstrom auf. Ihr Widerstand hängt kaum von der Temperatur ab, ein Einschaltstoß entsteht nicht.
  • Kaltleiter: Glühlampe und Heizwendel – der Glühdraht leitet kalt deutlich besser als im Betrieb. Beim Einschalten fließt deshalb kurzzeitig rund das Zehnfache des Nennstroms, bei Halogen- und Projektionslampen auch über das 15-Fache. Der Stromstoß endet, sobald der Draht seine Betriebstemperatur erreicht hat – nach wenigen Netzperioden.
  • Induktiver Verbraucher: Drehstrom-Asynchronmotor im Direktanlauf – in den ersten Netzperioden kommt eine magnetisch bedingte Spitze vom 4- bis 12-Fachen hinzu. Danach fließt der Anlaufstrom mit dem 4- bis 8-Fachen des Nennstroms nahezu unverändert weiter, bis der Läufer die Nenndrehzahl fast erreicht hat.
Der hinterlegte Bereich zeigt den typischen Anlaufstrom von Asynchronmotoren mit Kurzschlussläufer, die Punkte markieren, ab wann der jeweilige Verbraucher nur noch seinen Nennstrom zieht. Weil der Anlaufstrom über den gesamten Hochlauf anliegt, bestimmt er die Leistungsreserve des Stromerzeugers – anders als der Stromstoß der Kaltleiter, der nach wenigen Netzperioden vorüber ist. Genau diese Reserve steckt in den Faktoren der nachfolgenden Tabelle. Die Zeitachse ist gestaucht, damit Millisekunden und Sekunden gemeinsam darstellbar bleiben.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich dieses Wissen bei der Auslegung von Stromerzeugern zum Mieten anwenden lässt.

Art der Verbraucher Eigenschaften
Ohm´sche Verbraucher Summe der Leistungsdaten aller Geräte, die gleichzeitig zu versorgen sind, multipliziert mit 1,1 bzw. 10 Prozent:
P = (P1 + P2 + Pn) x 1,1
Bei nur einem Verbraucher gilt die Anschlussleistung des größten Gerätes.
Induktive Verbraucher Ohne Anlaufverstärker ist die Summe der Leistungswerte aller Verbraucher mit 3,5 bis 4,5 zu multiplizieren: P = (P1 + P2 + Pn) x 3,5 Bei Generatoren zum Mieten mit Anlaufverstärker genügt ein Faktor von 1,75 bis 2,3.

Leistungsfaktor cos φ: Wirk-, Blind- und Scheinleistung berücksichtigen

Zu berücksichtigen ist außerdem die Tatsache, dass einige elektrische Verbraucher eine höhere Leistung benötigen als auf dem Typenschild angegeben. Während dort in der Regel die Nennleistung zu lesen ist, erfolgt die Generator-Auslegung nach der Scheinleistung. Diese setzt sich aus Wirk- und Blindleistung zusammen, wobei Letztere unter anderem für den Aufbau von Magnetfeldern erforderlich ist. Ausdrücken lässt sich das Verhältnis von Wirk- und Scheinleistung mit dem Leistungsfaktor cos φ.

Leistungsdreieck

Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung

Zusammenhang von Wirk-, Blind- und Scheinleistung Die Wirkleistung bildet die waagerechte Kathete, die Blindleistung die senkrechte Kathete. Beide ergeben zusammen die Scheinleistung als Hypotenuse. Der Winkel zwischen Wirk- und Scheinleistung ist der Leistungsfaktor cos phi. P · Wirkleistung Q · Blindleistung S · Scheinleistung φ
  • S · Scheinleistung in kVA – nach ihr erfolgt die Auslegung des Stromerzeugers. Sie ist stets größer als die Wirkleistung.
  • P · Wirkleistung in kW – der Wert, der in der Regel als Nennleistung auf dem Typenschild steht.
  • Q · Blindleistung – unter anderem für den Aufbau von Magnetfeldern erforderlich.
  • cos φ · Leistungsfaktor – das Verhältnis von Wirk- und Scheinleistung. Bei Elektromotoren beträgt es etwa 0,8.
Je kleiner der Leistungsfaktor cos φ ausfällt, desto weiter liegen Wirk- und Scheinleistung auseinander – und desto größer muss der Stromerzeuger bemessen sein.
Übrigens:

Die Leistung der Stromerzeuger zum Mieten lässt sich in der Einheit kW sowie kVA angeben. Letzteres steht dabei für Kilo Volt Ampere und berücksichtigt die Scheinleistung. Die kW-Angabe entspricht nur der Wirkleistung und ist kleiner. Bei Elektromotoren beträgt der Leistungsfaktor cos φ etwa 0,8. Genaue Werte lassen sich in der Regel auf dem Typenschild der Verbraucher ablesen.

Gleichzeitigkeit berücksichtigen und Leistung reduzieren

Welche Geräte laufen planmäßig parallel? Wie viele Motoren fahren zur gleichen Zeit an und welche Anlagen lassen sich auch zeitlich versetzt nutzen? Antworten auf diese Fragen helfen, die sogenannte Gleichzeitigkeit zu berücksichtigen und die Leistung der Aggregate zu reduzieren. Besonders gut funktioniert das, wenn induktive Verbraucher der Reihe nach starten. Denn das reduziert den insgesamt nötigen Anlaufstrom und sorgt für einen geringeren Leistungsbedarf. Der Stromerzeuger kann kleiner ausfallen und die Kosten für Anmietung oder Kauf sinken. Ebenso sinken die Verbrauchskosten für Diesel, Benzin oder Gas.

Auch Einsatzzeit und Einsatzort beeinflussen die Auswahl

Im Rahmen der Planung sind auch die Einsatzorte und -zeiten zu berücksichtigen. Diese wirken sich zwar nicht auf die Leistung, dafür aber auf die Ausführung der Stromaggregate aús. So kann es sein, dass in Wohngebieten oder in der Nähe von Arbeitsstätten hohe Anforderungen an die Lärmemission bestehen. Um das zu berücksichtigen, muss der Stromgenerator gekapselt ausgeführt sein und besonders leise arbeiten. Gibt es keine derartigen Anforderungen, lässt sich hingegen ein günstigeres Gerät wählen.

Stromerzeuger auslegen: Faustformel und gratis Rechner

Basierend auf den vorgestellten Grundlagen lässt sich der Stromerzeuger berechnen. Überschlägig funktioniert das mit folgender Faustformel:

Faustformel

Leistung des Stromerzeugers = 3 x Nennleistung / Leistungsfaktor cos φ

Um einen Motor mit 50 kW (cos φ = 0,8 laut Typenschild) mit Strom versorgen zu können, ist demzufolge ein Stromerzeuger mit einer Leistung von mindestens 187,5 kVA erforderlich.

Unser kostenfreier Rechner hilft dabei, das Ergebnis mit detaillierten Angaben zu finden.

Leistungsrechner

Stromerzeuger Leistung Rechner

Berechnen Sie mit wenigen Angaben die voraussichtlich benötigte Stromerzeuger Leistung.

Die richtigen Verbrauchsgeräte auswählen:

Üblicherweise wird bei der Auswahl des richtigen Stromgenerators zwischen induktiven und ohm’schen Verbrauchern unterschieden.

Induktive Verbraucher sind zum Beispiel Elektromotoren, Bohrmaschinen oder Sägen. Sie benötigen in der Regel einen höheren Anlaufstrom und der Stromerzeuger sollte dementsprechend etwas größer dimensioniert werden.

Ohm’sche Verbraucher sind zum Beispiel Heizgeräte, Lampen oder Unterhaltungselektronik. Bei diesen Geräten ist die benötigte Stromerzeuger Leistung näher am summierten Leistungswert der Verbraucher.

Welche Art von Elektrogeräten soll hauptsächlich mit Strom versorgt werden?
Ansonsten bitte die Leistung des Geräts mit dem höchsten Einzelverbrauch angeben.
Stromerzeuger Leistung in kW und kVA
Benötigte Leistung in kW

kW

Umrechnung in kVA*

kVA

*bei einem Leistungsfaktor von 0,8. Die Werte sind Richtwerte für die erste Orientierung – die genaue Auslegung übernehmen die Techniker der Anbieter.

Passende Angebote anfragen

Machbarkeit prüfen und Stellflächen am Einsatzort freihalten

Steht die benötigte Leistung fest, ist zu prüfen, ob ein Generator der entsprechenden Größe überhaupt einen Platz findet. Die folgende Tabelle hilft dabei. Sie zeigt typische Aufstellflächen verschiedener Aggregatsgrößen, die am Einsatzort freizuhalten sind.

Die Angaben in der Tabelle sind bitte als Richtwerte zu verstehen und können je nach Hersteller durchaus abweichen.
Stromerzeuger Leistung Länge [in m] Breite [in m] Höhe [in m] Gewicht [in kg]
bis 6 kVA 0,75 0,60 0,60 80 bis 100
bis 10 kVA 0,80 0,60 0,45 120 bis 140
bis 15 kVA 1,80 0,90 1,70 150 bis 1.200
bis 35 kVA 2,20 1,20 1,90 1.200 bis 1.900
bis 50 kVA 2,50 1,30 2,00 1.900 bis 2.500
bis 100 kVA 3,00 1,25 2,25 2.500 bis 3.100
bis 150 kVA 3,75 1,40 2,50 3.100 bis 3.500
bis 300 kVA 3,90 1,20 2,40 3.500 bis 4.000
bis 500 kVA 6,00 2,50 2,60 4.000 bis 12.000
bis 1.000 kVA 6,00 2,50 2,60 12.000 bis 16.000
bis 2.000 kVA 12,20 2,50 2,60 16.000 bis 30.000
Wichtig zu wissen:

Neben dem Aggregat selbst muss auch der Lieferwagen ausreichend Platz zur Anfahrt haben. Während Stromerzeuger zum Mieten im kleineren und mittleren Leistungssegment tragbar sind oder auf eigenen Anhängern kommen, ist bei Groß- und Containeranlagen ein Kran-LKW erforderlich.

Stromerzeuger und Notstromaggregate mieten: So funktioniert es

Wer einen Stromerzeuger mieten möchte, stellt zunächst die wichtigsten Grunddaten zusammen. Er holt Angebote ein, lässt sich bei der Auslegung unterstützen und bestellt das passende Gerät. Wie der Ablauf im Detail funktioniert, zeigt die folgende Übersicht.

  1. Bedarf ermitteln und Anlagen grob vorplanen

    Im ersten Schritt geht es darum, die wichtigsten Daten zum entsprechenden Projekt zu sammeln.

    Dazu gehören Informationen über zu versorgende Geräte, Gleichzeitigkeiten, Einsatzbereich und Einsatzzeiten. Auch besondere Wünsche in Bezug auf den Brennstoff und individuelle Anforderungen am Einsatzort sind in diesem Zuge zu definieren. Geht es um einen Stromerzeuger oder ein Notstromaggregat zum Mieten, spielt außerdem die geplante Mietzeit eine wichtige Rolle.

  2. Individuelle Auslegung und Anlagenplanung

    Im nächsten Schritt nimmt der Anbieter die zusammengestellten Daten auf. Er prüft alles auf Plausibilität und fragt zusätzliche Informationen an, wenn diese fehlen sollten. Anschließend planen Techniker der Anbieter die Anlage individuell. Sie suchen passende Stromerzeuger aus dem eigenen Sortiment heraus, stellen das benötigte Zubehör zusammen und kalkulieren auf dieser Basis einen Angebotspreis.

  3. Stromerzeuger bestellen und anliefern lassen

    Interessenten prüfen das Angebot nun. Sie haben die Möglichkeit, weitere Preise einzuholen und entscheiden sich für einen Vermieter oder Verkäufer. Es folgt die Auftragserteilung mit einer verbindlichen Terminabsprache. Zu diesem organisiert der Anbieter die Anlieferung. Er nimmt den Strom- oder Notstromerzeuger fachgerecht in Betrieb und weist seine Kunden in die Anlage ein. Für die Dauer der Mietzeit stehen Techniker von da an zur Verfügung, wenn es um Fragen oder Störungen geht – oft sogar rund um die Uhr.

  4. Rückbau, Abtransport und Ende der Mietzeit

    Ist die Mietzeit abgelaufen und Kunden wollen den Zeitraum nicht verlängern, holen Vermieter die Anlage wieder ab. Sie bauen alles fachgerecht zurück und erstellen die Endabrechnung. Stromerzeuger kleinerer Leistung können Mieter unkompliziert auch selbst zum Verleiher zurückbringen, wenn sie diese nicht mehr benötigen.

Übrigens:

Wer mehrere Anbieter vergleicht, sollte nicht nur auf den Preis achten. Auch inkludierte Leistungen, Service-Angebote und Erfahrungen anderer Kunden spielen eine wichtige Rolle.

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Stromerzeuger mieten und Kosten vergleichen: Ein Überblick

Stromerzeuger und Notstromaggregate kosten mehr, je höher ihre Leistung ist. Gleiches gilt für das benötigte Zubehör: Mehr Extras gehen meist auch mit höheren Ausgaben einher. Wer Anlagen besonders lange anmietet, profitiert hingegen von besseren Konditionen. Denn dann fällt der Liefer-, Montage- und Demontageaufwand der Hersteller in Summe geringer aus. Während pauschale Preis-Auskünfte zu Stromerzeugern und Notstromaggregaten nicht möglich sind, gibt die folgende Tabelle zumindest einen ersten Überblick über Stromerzeuger Preise im August 2026.

Die Preise der Tabelle sind Richtwerte, ein genauer Preis ist nur über ein individuelles Angebot möglich.
Stromaggregat mieten: Leistung Miete pro Tag
3 kVA ab 30 Euro
10 kVA ab 45 Euro
20 kVA ab 50 Euro
30 kVA ab 65 Euro
60 kVA ab 90 Euro
80 kVA ab 110 Euro
100 kVA ab 130 Euro
150 kVA ab 160 Euro
200 kVA ab 180 Euro
300 kVA ab 230 Euro
500 kVA auf Anfrage
Großer Stromerzeuger verbaut in einem blauen Seecontainer
Großer Stromerzeuger in einem begehbaren Frachtcontainer

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Strom- und Notstromaggregaten

Autor: Marc Bode  /  ✅ Aktualisiert am: 20.04.2026

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